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Stefan Lossau

Lebenszyklusmanagement

Ein wesentlicher Treiber für eine nachhaltige Wertsteigerung in Unternehmen ist die konsequente Berücksichtigung der Lebenszykluskosten bei Investitionsentscheidungen hinsichtlich neuer und abzulösender Technologien oder Produktionsmittel bzw. deren Fortbestand. Hierbei sind strategische Entscheidungen nicht isoliert auf einzelne Technologien oder Produktionsmittel zu beziehen, sondern gesamthaft auf Produktionsprozesse wie z.B. auf alle relevanten Technologien einer Hochgeschwindigkeitsstrecke. Die Modularisierung und Standardisierung eines Technologiefeldes kann beispielsweise die Investitionskosten erheblich senken, so dass dies auch nach dem erforderlichen Aufbau zusätzlicher Beschaffungs-, Implementierungs- und Betreiberressourcen wirtschaftlich immer noch sinnvoll ist.

Über den Einsatz eines idealerweise durchgängigen Lebenszyklusmanagements (LC-Management) für die eingesetzten Technologien oder Produktionsmittel lassen sich

  • die Kosten für die Technologien bzw. Produktionsmittel über ihren gesamten Lebenszyklus verringern,
  • eine hohe Qualität und damit mittelbar eine höhere Kundenakzeptanz sicherstellen und
  • die Transparenz in der mittelfristigen Investitions- und Kostenplanung für Technologien bzw. Produktionsmittel schaffen, was zu deutlich mehr Planungssicherheit führt.

Ein von quattron konzipiertes durchgängiges LC-Management umfasst dabei folgende Aspekte, die sowohl integriert, als auch einzeln betrachtet werden können.

  1. Technologiestrategie
  2. Modularisierung/ Standardisierung
  3. Ganzheitliche Lebenszyklus Planung
  4. Prozess-/ Organisationsoptimierung

Mit dem LC-Management eng verknüpft sind das Anforderungsmanagement, das Lieferantenmanagement / Bestellerkompetenz und das SLA-Management.

Anforderungsmanagement

An der Schnittstelle zu den Anwendern steht das Anforderungsmanagement im Rahmen des LC-Managements im Mittelpunkt, da die eingesetzten Technologien anforderungsgerecht (weiter)entwickelt werden müssen.

Alle Anforderungen an IT-/Technologieanwendungen oder Services / Service Level sind systematisch zu erheben und nachvollziehbar sowie für alle Beteiligten verständlich zu dokumentieren. Zielsetzung bei der Erhebung von Anforderungen ist es, dass

  • weder funktionale noch nicht-funktionale Anforderungen verloren gehen (Vollständigkeit)
  • jede Anforderung eindeutig identifizierbar ist (Zuordenbarkeit)
  • jede Anforderung verständlich, korrekt und präzise formuliert (Widerspruchsfreiheit) sowie
  • für eine Priorisierung ausreichend beschrieben (Bewertbarkeit) ist.

Die Ermittlung von Abhängigkeiten sowie die Definition von Service Levels ergänzen die Beschreibung der Anforderungen. Für die Qualitätsbeurteilung dokumentierter Anforderungen verfügt quattron über umfangreiche Bewertungskriterien, die in einer Checkliste zusammengefasst sind. Die dokumentierten Anforderungen sind Grundlage für die Beschaffung, d.h. dem Lieferantenmanagement / Bestellerkompetenz und das SLA-Management.

Lieferantenmanagement / Bestellerkompetenz

Das Lieferantenmanagement spielt heute eine zentrale Rolle innerhalb des Beschaffungsprozesses und umfasst ausgehend von der Beschaffungsstrategie einschließlich Festlegung der Wertschöpfungstiefe alle Schritte von der Identifikation potentieller Lieferanten über die Bewertung der Lieferanten bis hin zur Kontrolle und Steuerung der Lieferanten-Abnehmer-Beziehung. Ziel eines optimalen Lieferantenmanagements ist es, bei minimalen Beschaffungskosten und hoher Beschaffungseffizienz eine langfristige Erfüllung der Bedarfsanforderungen einschließlich geplanter LC-Daten zu gewährleisten. Diese angestrebte Kombination aus Kostenführerschaft und Differenzierungsstrategie setzt die konsequente Realisierung von Kosteneinsparpotentialen sowie eine hohe Innovationsfähigkeit und die Definition von LC-Kosten-, Qualitäts- und Zeitzielen voraus. Eine besondere Bedeutung hierbei hat der Informationsaustausch mit den Lieferanten und Dienstleistern über alle Lebenszyklusphasen der eingesetzten Technologien und Produktionsmittel hinweg.

Auf Basis bewährter Methoden und zahlreicher Benchmarks und Best Practices realisiert quattron nicht nur unmittelbare Kostensenkungen sondern auch Strukturen für eine Bestellerkompetenz (Prozesse, Organisation, Ressourcen, Qualifikation), die nachhaltige Wettbewerbsvorteile bei der Beschaffung ermöglichen.

Vertrags-/SLA- Management

Im Rahmen des LC-Managements spielt die Gestaltung und Steuerung der Leistungsbeziehung zu Herstellern und Dienstleistern eine besondere Rolle. In den Verträgen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer gilt es, neben den eigentlichen Leistungen mit Qualitätskennzahlen auch alle relevanten LC-Kennzahlen festzulegen. Mit Hilfe von Service Level Agreements (SLA) können Schnittstellen zwischen Auftraggeber und Dienstleister für Dienstleistungen vertraglich geregelt werden. Ziel ist es, die Kontrollmöglichkeiten für den Auftraggeber transparent zu machen, indem zugesicherte Leistungseigenschaften genau beschrieben werden. Beispielhaft werden SLAs in Outsourcing-Verträgen eingesetzt und regeln insbesondere beidseitige Verantwortungen, Service-Level-Kennzahlen (wie z.B. Verfügbarkeiten von Services, Messverfahren/-größen) und Eskalationsprozesse.