Systemverbund CCS

Zugsicherung, Zugsteuerung und Signalgebung (CCS) sind wesentliches Elemente im Gesamtsystem der Eisenbahn. Während die Zugsicherung, beispielsweise als European Train Control System (ETCS), seit jeher ein Zusammenwirken von Infrastruktur und Fahrzeug bedingt, ist der Systemverbund mit der Umsetzung von Automatic Train Operation (ATO) als steuerndem Durchgriff vom Traffic Management System (TMS) auf die Zugfahrt auch im Sinne der Zugsteuerung zunehmend zu beachten. Doch auch “innerhalb” von Infrastruktur bzw. Fahrzeugs gelingt eine ideale Umsetzung der CCS nur, wenn alle Gewerke beachtet werden. So bestehen seitens der Infrastruktur beispielsweise Abhängigkeiten zur Gleistopologie, zu Schutzstrecken und zur Oberleitungsanlage. Auf dem Fahrzeug ist insbesondere das Bremsvermögen von Relevanz.

Notwendigkeit zur Weiterentwicklung der CCS unter Beachtung des Systemverbunds ist ein ganzheitliches Systemverständnis. Abhängig von Betrachtungshorizont kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, um die Wechselwirkungen zwischen allen Teilsystemen zu quantifizieren und zu bewerten. Diese Verfahren umfassen Sensitivitätsanalysen anhand individuell entwickelter Rechenmodelle, auf Warteschlangentheorie basierende Verfahren (“Analytik”) sowie Betriebssimulationen. Alle Verfahren stehen im Einklang zu den einschlägigen Regelwerken der Eisenbahninfrastrukturunternehmen.

Dank unseres wissenschaftlichen Hintergrunds können wir Methoden der Eisenbahnbetriebswissenschaft so fortschreiben, dass diese Aspekte des Systemverbunds zielgerechnet abbilden. Dies erlaubt die Quantifizierung sicherheitlicher Aspekte (z.B. Bremskurven und Orte des Stillstands), der Fahrwegkapazität sowie der Betriebsqualität. Daraus resultierende Erkenntnisse bereiten wir zielgruppengerecht auf, um Wechselwirkungen zwischen Gewerken sowohl auf technischer als auch auf politischer Ebene zu diskutieren.

Kontakt / Ansprechpartner

Stefan Lossau

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